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Von Füchsen und Hamstern

Die Jagd hat begonnen. Der Fuchs rennt um sein Leben, hinter ihm eine wilde Meute geifernder Hunde. Wenn sie ihn erwischen, werden sie ihm das Fell über die Ohren ziehen. Er schlägt Haken und entwischt immer wieder knapp ihren schnappenden Mäulern. Der faulige Atem seiner Verfolger steigt ihm schon in die feine Nase, aber zum übergeben hat er keine Zeit. Seine Beine bewegen sich im Takt des rasenden Herzen, seine Muskel sind zum zerreißen gespannt, die Ohren liegen an und die Augen hält er halb geschlossen gegen den Wind.Die Meute klebt ihm immer noch dicht an den Fersen, das Menschenpack folgt hoch zu Ross und geifert nicht weniger als die Hunde.
Eine Wurzel – er überschlägt sich ein paar Mal, kommt wieder auf die Beine. Zu spät, scharfe Zähne schlagen sich bereits in seinen Nacken und seinen Rücken. Das war's, sein Blut befleckt den edlen Pelz, sein Herz schlägt ein letztes Mal, dann legen die Schmerzen einen Schleier der Ohnmacht über ihn und er vergeht.
Wir rennen wie gejagte Füchse. Die Angst zu Versagen ist es was uns treibt. Den stinkenden Atem des Chefs im Nacken hetzen wir uns ab. Hoch zu Ross folgt die Meinung anderer. Hämisch grinsend macht sie spontane Entscheidungen zunichte und presst uns in ein normiertes Leben. Wir husten und keuchen mehr als das wir atmen. Jeder Atemzug in dieser giftigen Suppe treibt uns näher an den Kollaps. Und wenn wir stolpern, dann schnappen die Zähne zu und schlagen blutige Wunden in unseren verbrauchten Körper. Unser Herz schlägt ein letztes Mal, wir werden noch ohnmächtiger als wir es bis jetzt schon waren... und wir vergehen. Ein Furz in Zeit, nicht mehr und nicht weniger.






Renne kleiner Mensch,
in einem Rad dem Hamster gleich.
Überschlag' dich vor Angst,
dein Hirn wird weich.
Und wie du rennst,
schau ich dir zu.
Du rennst und rennst und rennst...
Kleiner Mensch in einem Rad
dem Hamster gleich.
4.9.09 15:58
 


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